Allein und doch nicht allein – Marco Polo Young Line Travel

Eine Reise allein? Letztes Jahr war es absolut undenkbar für mich, allein zu verreisen. Viel zu groß war die Angst, nicht genug zu erleben und mich zu sehr von den Reisevarianten meiner Freunde zu unterscheiden. Trotzdem wollte ich raus, meine Urlaubstage ausnutzen und nicht Urlaub auf Balkonien machen. Zum Glück erzählte mir eine Freundin von Marco Polo Young Line Travel, da sie das gleiche Problem wie ich hatte. Keiner meiner Freunde hatte Zeit oder konnte aus finanziellen Gründen die Welt entdecken. Oder vielleicht gab es doch schon andere Urlaubspläne. Meine Freundin war mit Marco Polo Young Line Travel ein Jahr zuvor nach Sri Lanka geflogen. Sie war absolut von der Organisation, den Guides und den Mitreisenden begeistert. Für mich klang das nicht schlecht: Reisen für junge Leute von 20 bis 35 Jahren, viele interessante Reiseziele und eine gute Organisation.

Ich entschied mich noch am selben Abend für die Irlandreise „Weideglück und Whiskeyrausch“ von Marco Polo Young Line Travel. Losgehen sollte es schon ein paar Wochen später.

Marco Polo Young Line - Cliffs of Moher

Unterbringung:

Ein großer Vorteil bei Marco Polo Young Line Reisen ist die Option ein „Halbes-Doppelzimmer“ zu buchen. Für Alleinreisende eine ideale Möglichkeit Kosten für teure Einzelzimmer zu sparen. Die Zusammenstellung der Zimmernachbarn war zwar zufällig, durch die Reihenfolge der Buchungen, dennoch gab es niemanden, der Probleme mit seinem Zimmerpartner hatte.

Ich finde, durch diese Variante hat man direkt Kontakt zur Gruppe und hat auch keinen Moment das Gefühl, allein sein zu müssen. Auch wenn man nicht den ganzen Tag zusammen unterwegs ist, sondern nur abends gemeinsam im Zimmer noch über das Erlebte erzählt.

Von der Qualität der Unterkünfte sind alle Unterkünfte in Irland eine echte Empfehlung wert. Die Zimmer waren alle sauber, ordentlich und sehr geschmackvoll eingerichtet. Die Lage der Hotels war auch sehr zentral, sodass man nur wenige Minuten ins Zentrum hatte. In den Hotels bestand morgens die Möglichkeit, ein Frühstück zu bekommen. Hier konnte man auch keinesfalls meckern.

Gruppe:

Hierzu kann man leider nicht sehr viel sagen, da jede Gruppe anders sein kann und man so positive oder negative Erfahrungen machen kann. Meine Gruppe in Irland war absolut super und ich habe superliebe neue Freunde gewonnen, mit denen ich immer noch in Kontakt stehe.

Ich würde meine Entscheidung nicht von einer Angst vor einer nicht passenden Gruppe infrage stellen, da alle vor dieser Reise diese Ängste haben. Keiner, weiß was auf ihn zu kommt, wie die Gruppe so sein wird. Auf jeden Fall werden alle, die die Entscheidung getroffen haben, diese Reise zu buchen, sehr offen für dich sein.

Aussicht vom Rock of Cashel

Organisation:

Hier ein absolut großes Lob an Marco Polo. Die Organisation der Reise war aus meiner Sicht einfach spitze. Schon die Reiseunterlagen vorab, ließen eine gute Organisation erwarten. Durch die Reiseunterlagen konnte man einen kurzen Einblick in die geplanten Routen bekommen und schnell wurde einem bewusst, dass dieser Urlaub auf keinen Fall langweilig wird und es sehr viel zu entdecken geben wird.

Auf der Reise waren alle Transporte und Hotels perfekt durchorganisiert. Zusätzlich hatten wir auf unserer Reise einen wunderbaren Reiseguide, der uns auf der kompletten Reise begleitet hat. Bei ihm konnten wir alle Fragen und Probleme platzieren. Nach Möglichkeit wurde einem direkt weitergeholfen, ansonsten wurde gemeinsam eine Lösung gefunden.

Verpflegung:

In den Hotels war immer eine Übernachtung mit Frühstück mit inbegriffen. Das irische Frühstück im Hotel war immer eine kleine Besonderheit. Ein irisches Frühstück besteht unter anderem aus Speck, Rührei, Leberwurst, Blutwurst, Würstchen, gebackenen Tomaten und Pilzen. Besonders zu empfehlen ist das Frühstück in Dublin im Camden Court Hotel.

Tagsüber haben wir uns selbst verpflegt und mit den Tipps unseres Guides konnten wir relativ günstig Essen. An ein paar Abenden sind wir gemeinsam mit der ganzen Gruppe essen gegangen. Unser Guide hat für uns wirklich tolle Restaurants ausgesucht. Diese waren vorher schon reserviert und wir hatten keine Probleme Plätze zu finden.

Schafe

Kosten:

Das leidige Thema Geld. Ja, mir ist bewusst, dass eine Marco Polo Reise erst mal nicht die günstigste Variante ist, zu verreisen. Trotzdem denke ich, dass man hier einfach auch vergleichen sollte. Was bekomme ich für mein Geld? Reise ich komplett alleine, oder bin ich in der Gruppe unterwegs?

Die Irlandreise „Weideglück und Whiskeyrausch“ hat mich 1.380 Euro gekostet. Hierin enthalten waren die An- und Abreise von meinem Wunschflughafen, alle Unterkünfte für die 10 Reisetage inklusive Frühstück, die Fahrten zwischen den Orten, eine Fährfahrt und eine Bootsfahrt und natürlich die obligatorische Marco Polo Reiselektüre.

Zusatzkosten sind durch Mittagessen, Abendessen oder zusätzliche Ausflüge hinzugekommen. Bei den Essen kann jeder frei wählen, wo er hingehen möchte und wie weit er sein Budget ausreizen möchte. Der Guide hatte für jedes Budget wirklich gute Tipps, die absolut zu empfehlen waren. In Irland bekommt man abends sehr gute Angebote, wenn man zwischen 17:00 und 19:00 Uhr essen geht. Für das Mittagessen haben wir uns meistens nur ein Sandwich oder Obst im Supermarkt besorgt. Deshalb habe ich durchschnittlich pro Tag ca. 25 Euro für die Mahlzeiten ausgegeben.

Bei den Ausflügen finde ich, sollte man nach der eigenen Motivation entscheiden. Natürlich kann jeder Ausflug mitgemacht werden. Aber manchmal möchte man auf eigene Faust die Stadt entdecken oder eine Pause vom ganzen Trubel haben. Ich habe den Ausflug nach Kinsale (29 Euro) und den Ausflug zum Gap of Dunloe (45 Euro) mitgemacht. Beides hat sich meiner Meinung sehr gelohnt. Zusätzlich haben wir als Gruppe noch einen Ausflug zu den Aran Islands (Fähre 30 Euro und 10 Euro für die Inselfahrt) gemacht.

Gesamtkosten: ca. 1.744 Euro

Fazit

Die Reise ist absolut kein Schnäppchen, aber ich finde, es hat sich auf alle Fälle gelohnt und ich würde auch wieder eine Reise mit Marco Polo buchen. Wahrscheinlich würde ich persönlich ein anderes Reiseland, indem ich zum Beispiel die Landessprache nicht spreche und auch mit Englisch nicht sehr weit komme bevorzugen. Trotzdem war die Irland-Reise ein sehr guter Start ins „Alleinreisen“ für mich.

Seid ihr schon mit Marco Polo Young Line verreist? Welches ist euer liebstes Reiseland?

4 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.